Letztes Wochenende waren @waxmuth und ich im @hau123 zu einer ganz besonderen Veranstaltung – einem offenen Think Tank, der sich mit der Frage, wie das Netz das Leben um uns herum verändert hat und weiter verändern wird, beschäftigt hat. Dafür möchte ich an dieser Stelle @jeanpol, @sebaso, @elicee, @marthadear und @a_na_log für die Organisation danken. Mir haben besonders einige Ideen des Formats gefallen.
Punkte die ich als besonders positiv hervorheben möchte:
1. Arbeiten in kleinen Gruppen
2. Austausch mit den Mitgliedern der anderen Gruppen
3. Das Einbeziehen einer interessierten Öffentlichkeit
4. Dokumentation der gesammelten Fragen, Ideen und Thesen
5. Vernetzung über die Veranstaltung hinaus
Der Think Tank “Jean Luc und die Singularität vorm falschen Fenster – ein performativer kollaborativer thinktank vom 8.-10.01. 2010 #jl1“ dient von seinem Grundkonzept als Vorlage für ein offenes Kollaborationsformat zu Ideenfindung, Dokumentation der Ideen und Integration einer interessierten Öffentlichkeit. Dafür ist ein Zeitfenster von etwa 48 Stunden angedacht. In dieser Zeit sollen sich die aktiven Teilnehmer untereinander vernetzen und austauschen können. Dabei richtet sich dieses Veranstaltungsformat an 30 – 40 aktive Teilnehmer. Es gibt Phasen, in der eine interessiere Öffentlichkeit mit den aktiven Teilnehmern in Kontakt kommen soll, um Anregungen von Außen zu erhalten und Anregungen nach Außen abzugeben. Das Konzept wird durch die Methode Lernen durch Lehren unterstützt. Vom Prinzip her dürfe so ein Konzept, wie das Konzept von BarCamps, für alle möglichen Themen geeignet sein.
Vorbereitung:
Benötigt wird eine Lokalität, in der 30 – 40 Teilnehmer in gemütlicher Atmosphäre denken und diskutieren können. Gleichzeitig sollen dort Internet, eine Bühne und eine Videoleinwand zur Verfügung stehen.
Verpflegung für die Teilnehmer
4 Interessante Gäste, die zum Thema der Veranstaltung etwas zu sagen haben (Sie können auch Teilnehmer der Veranstaltung sein) und am 2. Tag die Abendgestaltung mit bestreiten.
Mindestens eine einfache Videokamera. Für den 2. Tag so viele Tonaufzeichnungsgeräte wahlweise Videokameras wie Gruppen.
Die Teilnehmer müssen damit einverstanden sein, dass Audio- und Videoaufzeichnungen während der Veranstaltung gemacht werden und diese im Internet veröffentlicht werden.
1. Tag
Beginn 17:00 Uhr:
Kurze Vorstellungsrunde, in der die Organisatoren kurz sich und das Veranstaltungsformat vorstellen. Ebenso sollen die aktiven Teilnehmer kurz (1-2 Minuten) etwas über ihren Hintergrund und ihre Erwartungen an die Veranstaltung mitteilen können.
18:55 Uhr:
Aufforderung an die Teilnehmer Fragen zum Thema der Veranstaltung zu formulieren. Dafür liegen Zettel und Stifte breit.
19:00 Uhr:
Kennenlernen der Teilnehmer beim gemeinsamen Abendessen . Hier haben die Teilnehmer die Möglichkeit im gemeinsamen Gespräch, in undefinierten Gruppen (die Architektur des Raumes, etwa durch die Anordnung von Tischen und Stühlen, wird dies Gruppenbildung zwangsläufig mit beeinflussen), Fragen zu entwickeln, die sie mit dem Thema der Veranstaltung assoziieren.
20:00 Uhr:
Gemeinsames Betrachten von zuvor Ausgewählten Videoclips die zum Veranstaltungsthema passen mit kurzen Diskussionen, falls gewünscht.
22:30 Uhr – Open End:
Party
2. Tag
10:00 Uhr:
Das Clustern der Fragen zu etwa 6 – 10 Themenbereichen wird durch die Organisatoren moderiert und unter mit Wirkung der Teilnehmer umgesetzt.
11:00 Uhr:
Kaffeepause – Die Teilnehmer haben in dieser Zeit die Möglichkeit die Fragen zu den Themenbereichen durchzugehen und sich einem Themenbereich zuzuordnen.
11:30 Uhr:
Die Mitglieder der bis zu 3 – 6 Teilnehmer großen Gruppen priorisieren kurz, die für sie relevanten Fragestellungen, um anschließend darüber im Einzelnen ausführlich zu diskutieren. Dies wird für die Dokumentation wenigstens auditiv aufgezeichnet.
13:00 Uhr:
Gemeinsames Mittagessen mit hoffentlich angeregter Diskussion
14:00 Uhr:
Die Diskussionsrunden der Gruppen gehen in die zweite Runde. Hier wird ebenfalls wenigsten auditiv dokumentiert.
15:30 Uhr:
Kaffeepause. Hier sollen sich die Gruppen zu ihrem zweitliebsten Thema neu formieren
15:45 Uhr:
Die Teilnehmer sollen eine minimale Ergebnispräsentation der vorherigen Diskussionsrunde aus ihrer persönlichen Sicht ihrer neuen Gruppe geben.
16:00 Uhr
Die neu gebildete Gruppe priorisiert ebenfalls, die für sie relevanten Fragestellungen und diskutiert diese im Anschluss ausführlich. Dies wird für die Dokumentation wenigstens auditiv aufgezeichnet.
18:00 Uhr
Jeder Teilnehmer, soll eine Frage mit der er sich in den drei Diskussionen beschäftigt hat, kurz aus seiner Sicht beantworten oder dazu eine These aufstellen. Wird per Video aufgezeichnet.
18:45 Uhr
Gemeinsames Abendessen.
19:30 Uhr
Gemeinsamer Empfang der Gäste für das öffentliche kulturelle Rahmen Programm.
20:00 Uhr
Kurzvorträge (15 Minuten) von eingeladenen Referenten mit jeweils 1-2 Fragen (5 Minuten) durch das Publikum. Wird per Video aufgezeichnet.
21:30 Uhr
Pause
21:45 Uhr
Podiumsdiskussion mit den eingeladenen Referenten und Zwischenfragen durch das Publikum. Wird per Video aufgezeichnet.
22:30 Uhr – Open End:
Party mit den Gästen
3. Tag
10:30 Uhr
Kaffeepause mit Diskussion über die vergangene Zeit
11:00 Uhr
Offene Diskussion über das Veranstaltungsthema mit allen Teilnehmern und Organisatoren. Dieser Teil wird mit Videokamera aufgenommen.
13:00 Uhr
Gemeinsames Mittagessen
14:00 Uhr
Offene Diskussion über das Veranstaltungsthema mit allen Teilnehmern und Organisatoren. Dieser Teil wird mit Videokamera aufgenommen.
15:30 Uhr
CoffeeTableTalk: Gemeinsames ausklingen lassen der Veranstaltung mit einer interessierten Öffentlichkeit bei Kaffee und Kuchen.
17:00 Uhr
Ende der Veranstaltung
Nachbereitung:
Die Audio- und Videobeiträge werden auf Plattformen hochgeladen, die es ermöglichen entweder die Tracks selbst mit Metadaten zu versehen oder zumindest einen Zeitpunkt im Track anzuspringen.
Die Fragen werden in einem Blog, an dem alle Teilnehmer angemeldet sind und Änderungen am Artikel vornehmen können, veröffentlicht und nach den gefundenen Themen kategorisiert. Zu Beginn der Nachbereitung besteht der Artikel nur aus der Frage im Titel. Die Teilnehmer können mit einer interessierten Öffentlichkeit die Fragen diskutieren und mit dem Audio- und Videomaterial verknüpfen. Sobald sich Ergebnisse abzeichnen können diese von den Teilnehmern in den Artikel aufgenommen werden.
Wer Lust hat kann im dafür angelegten Etherpad Anmerkungen machen.

by Kunstee