Werbung am Rande der Legalität oder doch schon auf der anderen Seite

Mrz 28 2008 Published by admin under medienkritik, meine realität

Die Idee Werbung mit Musik zu verknüpfen und die positive Wirkung der Musik auf das beworbene Produkt zu übertragen ist nicht wirklich neu, dennoch scheinen einige Firmen bei dem Hype um das virale Marketing die Grenzen des Guten Geschmacks und der rechtlichen Grundlage zu vergessen. Wenn eine Band oder ein Künstler ausschließlich zur Promotion eines Produktes gecastet wird und dann wahrscheinlich das nächste Lied mit dem Relauch des Produktes oder der Präsentation einer neuen Geschmacksrichtung zusammen fällt, stellt sich die Frage, ob man den Konsumenten darüber im unklaren lassen darf und ob an dieser Stelle eine Trennung von der Werbung zu den anderen Inhalten gewährleistet werden müsste. Das Dr. StayDry offensichtlich eine Kampagne für das Unilever Produkt Axe ist, aber diese in der Rotation von Viacoms Musiksendern wie Viva und MTV zu sehen ist, scheint zumindest bedenklich.

Irgendwie steht das in einem Widerspruch zum vollmundig verkündeten Beitrag zum Gemeinwohl von Unilever, den man angeblich nicht verlinken darf (darf man aber doch).

Theoretisch könnte dann auch noch durch den Kauf von zahlreichen Singles das Lied an die Spitze der Charts gepusht werden, so dass man indirekt auch Werbung in den Sendungen der Radios platzieren würde. Wahrscheinlich ist das sogar billiger als bei den ganzen Radio- und Fernsehsendern mehrere Minuten Sendezeit zu kaufen.

Karsten Huppert hatte sich mal die Mühe gemacht zu vielen Werbekampagnen die dazu gehörigen Lieder zusammenzustellen. Leider scheint die Seite seit 2004 nicht mehr gepflegt zu werden, die Idee finde ich aber großartig.

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