Dieser Link ist in Deinem Land leider nicht verfügbar!

Jul 20 2011 Published by under medienkritik, Rechteverwerter

Es scheint in beim Leistungsschutzrecht in die heiße Phase zugehen. Der Propagandablogger Christoph Keese hat noch mal die wichtigsten™ Fragen zum Leistungsschutzrecht zusammengetragen, die über die letzten Jahre überall verstreut wurden. Vieles ist hinlänglich bekannt und keiner weiteren Erwähnung wert, doch zur Frage – „Wie sollte der Schutzumfang des Leistungsschutzrechts definiert sein?“ – beleuchtet Christoph Fiedler noch mal einen interessanten Aspekt:

„Da das Leistungsschutzrecht seiner Natur nach Inhalte (Texte, Textausschnitte etc.) nur in ihrer Eigenschaft als Element des Presseerzeugnisses schützt, ist jede Befürchtung haltlos, es könne Sprache, ja einzelne Worte oder gar Informationen monopolisieren. Weil Inhalte als solche nicht geschützt sind, greift die Weiterverwendung von Texten oder Textteilen ohne erkennbaren Bezug zu dem Presseerzeugnis nicht in das Leistungsschutzrecht ein.“ … „Wiederum bleibt der Text ohne Titelverbindung vom Leistungsschutzrecht unberührt und frei.“

Das bedeutet doch nichts anderes als, dass Google sehr wohl Snippets anzeigen könnt. Nur eben ohne Link und ohne Erwähnung der tatsächlichen Publikation. Ganz so, wie es bei vielen Verlagen im Umgang mit dem Internet üblich ist. Google könnte das Snippet vielleicht noch mit einem Hinweis versehen:

„Dieser Link ist in Deinem Land leider aufgrund eines verlegenen Rechtsanspruches nicht verfügbar!“

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BOm9

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