Mit @DHLPaket versendet. Denkste, ist nur die Verpackung… #requestedlongversion

Jun 03 2013 Published by under meine realität

Sehr geehrter Herr Ehrhart,

für einen Artikel über die Kundenzufriedenheit und die Unternehmenskommunikation des Paketdienstleisters DHL, wollte ich ein paar Informationen telefonisch erörtern. Da mir am Telefon gesagt wurde, ich möge eine E-Mail an Ihr Unternehmen richten, obwohl ich beim Kontakt für Journalisten angerufen hatte, möchte ich hiermit diesem Wunsch entsprechen. Man könne mir sonst keine „zitierfähigen Aussagen“ geben, auf die ich bestanden hatte.

Konkret entzündete sich meine Begier, mehr von Ihrem Unternehmen zu erfahren, an der Sendungsnummer 31 3180 26771 9. Damit Sie sich ein Bild von der Situation machen können. Diese sieht momentan so aus:

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Dazu hätte ich ein paar Fragen, da der Zusteller auf den Schaden angesprochen, nur mit einem breiten Grinsen einen Handscanner zum Unterschreiben entgegenhielt und meine Äußerung dazu ignorierte:

  1. Mir wurde zugetragen, mit meiner Unterschrift würde ich die Haftung für den Schaden an einer Sendung übernehmen. Ist dem so?
  2. Sind die Zusteller dazu angehalten den Empfänger auf rechtliche Folgen hinzuweisen, wenn sie eine offensichtlich schadhafte Sendung ausliefern?
  3. Wie hoch ist der Prozentsatz an schadhaften Lieferungen, die durch DHL verursacht wurden?
  4. Wie hoch ist der Prozentsatz an schadhaften Lieferungen, die durch Zulieferer von DHL verursacht wurden?
  5. Wie hat sich der Prozentsatz der schadhaften Lieferungen in letzten 20 Jahren entwickelt?
  6. Wie steht Ihr Unternehmen zu dem Credo „One Face to the Customer“?
  7. Wie beurteilen Sie die Tatsache, dass beim Pressekontakt darauf hingewiesen wird, man habe nichts mit der Social Media Abteilung zu tun und könne daher keine Aussage zu einer Gesprächsanbahnung dort treffen?
  8. Welche Reaktionszeit erwarten Sie von Ihrer Social Media Abteilung montags nachmittags um 13:35?
  9. Aus welchem Grund treffen Sie in Ihrer Unternehmenskommunikation eine Distinktion zwischen Journalisten und anderen Menschen?

Wie schon in der Einleitung erwähnt, bitte ich hiermit um zitierfähige Aussagen im Hinblick darauf, diese als Aussagen zu den von mir gestellten Fragen veröffentlichen zu dürfen.

Bitte beachten Sie, dass dieser Text in meinem Blog www.presseschauer.de veröffentlicht wurde und ich mir vorbehalte Ihre Antwort ebenfalls zu veröffentlichen. Sollten Sie damit nicht einverstanden sein, bitte ich Sie dem ausdrücklich zu widersprechen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Schultz

6 responses so far

  • da]v[ax sagt:

    Dafuq?! Das ist ja der Hammer.

    PS: dein Captcha kannste dir sparen, wie man an meinem Vorposter sieht 🙁

  • admin sagt:

    Momentan bin ich mit diesem Captcha bei 1-2 Spamkommentaren am Tag. Ohne waren es mehrere Duzend…

  • da]v[ax sagt:

    Haste mal Antispam Bee ausprobiert? Damit mache ich gerade ziemlich gute Erfahrungen: http://antispambee.com/

  • admin sagt:

    Danke für den Tipp. Muss ich mir mal angucken.

  • Susi sagt:

    Ziemlich dumm bei einer bei Zustellung schon beschädigten Lieferung noch zu unterschreiben…

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass das so krass wie es auf den Bildern zu sehen ist durch die Zustellung beschädigt wurde.

  • Peter Lustig sagt:

    Wieso nimmt man solch ein Paket überhaupt an? Egal wie doof der Bote grinst.

    Juristisch ist es aber tatsächlich nicht so einfach, wie oft behauptet: Es besteht nur ein Liefervertrag zwischen Absender und Transportunternehmen, nicht zwischen Transportunternehmen und Empfänger. Daher muss der Versender dann Schadenersatzansprüche gegenüber dem Versandunternehmen geltend machen. Mit der Nicht-Annahme vermeidet man nur Aufwand, wie etwa wenn es Aussage gegen Aussage steht, Empfänger gegen Paketboten. Im Zweifel dann nämlich pro Paketbote, denn es wird davon ausgegangen, dass niemand ein offensichtlich beschädigtes Paket annimmt.

    Klar gehen Pakete verloren oder werden beschädigt. In den größtenteils vollautomatisierten Versandzentren passiert durch geringen Personaleinsatz recht wenig, wer aber schonmal eine Spedition von innen gesehen hat, weiß in welcher Regelmäßigkeit Staplerfahrer ihre Gabeln in Paletten bohren. Da hilft auch ein vermeintliches Alkoholverbot nichts, das sich sowieso im Lager nicht durchsetzen lässt.

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