Hallo Sixt, wir müssen reden! [Update]

Jun 24 2016 Published by under meine realität

als ich vorletzten Sonntag das Übergabeprotokoll von euch erhalten hatte, dachte ich, es wäre alles in Butter: Keine weiteren Schäden am Fahrzeug, 8/8 vom Tank gefüllt. Da ich das Fahrzeug im Voraus online gebucht und bezahlt hatte, empfand ich den Vorgang als angenehm, unkompliziert und preislich attraktiv. Und ich betrachtete ihn als abgeschlossen. Ich zog schon in Erwägung, für die nächste vergleichbare Fahrt wieder ein Auto bei euch zu mieten statt mit dem Zug zu fahren – obwohl ich sehr gerne Zug fahre. Leider wurde diese positive Erfahrung schon mit eurer nächsten Mail konterkariert. Darin enthalten war eine Kostenaufstellung mit zwei Positionen die mich irritieren.

Okay, ich kann nachvollziehen, dass ihr für bestimmte Orte einen Standortzuschlag verlangt. Was sich mir nicht erschließt: warum inkludiert ihr diesen nicht direkt in die Buchung sondern präsentiert diese Forderung im Nachhinein?

Mit dem anderen Punkt habe ich jedoch das größere Problem. Da mir die Schwierigkeit der Beweisführung bewusst ist, möchte euch lediglich schildern, wie sich der Vorgang aus meiner Sicht darstellt. Vielleicht nehmt ihr dies zum Anlass, den Abhol- und Rückgabeprozess entsprechend anzupassen.

Gebucht war das Auto mit 750 km inklusive. Euren Angaben zur Folge bin ich ca. 1050 km gefahren. Somit ergibt sich eine Nachforderung über ca. 300 km zusätzlich. Tatsächlich bin ich ca. 650 km gefahren. Beim Abholen habe ich den Vertrag auf einer Art Kassenbon (eine Kopie per Mail fände ich hier angenehm) erhalten und wurde extra auf bestehende Schäden am Fahrzeug hingewiesen. Die habe ich dann auch in Augenschein genommen und sonst keine weiteren Mängel festgestellt. Beim Einstieg war der Tank voll und der Tageskilometerstand auf 0.

Auf den Gesamtkilometerstand habe ich weder beim Abholen noch beim Abgeben geachtet. Zu meinem Schaden habe ich hier einfach nur vertraut. Die Rückgabe war zwar etwas chaotisch und fix, da etwa zehn Fahrzeuge annähernd gleichzeitig zurückkamen. Die Mitarbeiter ging von Auto zu Auto, sahen nach Schäden und sammelten mit den Worten „so, das war es“ die Schlüssel ein. Da ich praktisch umgehend nach der Abgabe dem Rückgabeprotokoll nichts Auffälliges entnahm, wiegte ich mich zufrieden über den reibungslosen Ablauf.

Wie ca. 400 km mehr auf den Tacho kommen, kann ich mir nicht erklären. Ich würde mir als Kunde allerdings wünschen, dass ich gar nicht erst in die Verlegenheit komme, den Nachweis führen zu müssen, was ich wirklich gefahren bin. Daher würde anregen wollen, die Prozesse dahingehend zu verbessern und künftig Kunden solche Unannehmlichkeiten zu ersparen.

P.S.: es geht um die Rechnung mit der Nummer 9339516029

Beste Grüße

Daniel Schultz

[Update 28.06.2016] Am 27.06.2016 hat Sixt Stellung genommen:

„Der Aufpreis liegt bei 21,5 Prozent des Rechnungsbetrages.

Der voraussichtliche Mietpreis wird bei der Reservierung im Internet inklusive des Standortzuschlages angegeben. Auf Ihrer Rechnung wird dies jedoch als separate Rechnungsposition dargestellt, um eine genaue Kostenaufstellung zu ermöglichen.
[…]
Den Kilometerstand haben wir sofort korrigiert und den Betrag dem Kreditkartenkonto gutgeschrieben. Ihre neue Rechnung erhalten Sie in den nächsten Tagen.“

Danke Sixt! Das hatte ich nicht erwartet 🙂

2 responses so far

  • Michael Maier sagt:

    Hallo Daniel,
    war denn auf Deiner Buchungsbestätigung kein Standortzuschlag enthalten? Schreibe direkt an Sixt mit der Bitte um Korrektur der Rechnung bzw. Prüfung des km-Stands. Evtl. hat ein Flughafen-Mitarbeiter etwas falsch eingetragen. Ansonsten ist es auch hilfreich, bei Abgabe ein Foto des Tank- und km-Stands zu machen.

    Gruß
    Micha

  • Ich würde denen mit meinem Google-Standortverlauf winken… Sollte eigentlich jede Diskussion über die gefahrenen Kilometer beenden.

Schreibe einen Kommentar

WnTp3J

Bitte geben Sie den Text vor: