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der presseschauer

und wieder prasselt alles auf mich ein

Die Deutsche Bahn twittert

Diese Innovation der Bahn, Twitter als Kommunikationskanal für Ausfälle des Streckennetzes zu nutzen, hat mich einigermaßen erstaunt. Wird man immer mal wieder über Bauarbeiten oder Vegetationsarbeiten informiert und bekommt so schnell die Verkehrsinformationen der Deutschen Bahn. Leider verhält es sich bei diesem Service ähnlich wie bei Verkehrsnachrichten im Radio

Wo bleibt die für mich relevante Information?

Gut, die Leute im Radio geben natürlich, die für das Sendegebiet relevanten Verkehrsmeldungen durch, doch die Bahn sendet über Twitter weltweit und das gesamte Streckennetz wird auf diese Weise bedient. So wird nach dem Gieskannenprinzip die Information ausgestreut und man hofft, dass es die Richtigen trifft. Seitdem ich nun DB_Info folge, hab ich leider keine Information erhalten, die für mich Bedeutung gehabt hätte.

Wie komme ich an die für mich wichtige Information?

Als Vielfahrer ist man manchmal schon einigermaßen mit den Verbindungen vertraut und kann für sich, durch einen geschickten Zugwechsel, die Reisezeit trotz Verspätung optimieren. Zum Beispiel erinnere ich mich an eine Fahrt mit dem Nachtzug von Berlin nach München, dessen Verspätung sich zum Schluss wohl auf über 3 Stunden summiert haben muss. Bei einem außerplanmäßigen Halt in Würzburg konnte ich dann kurz vor 7:00 in den ICE wechseln und war so ca. 2 Stunden von dem CNL in München.

Über Twitter kam schon Tage zuvor eine Meldung, von der ich nicht weiß ob sie sich tatsächlich auf meine Verspätung bezogen hat. Wie auch die meisten anderen Nachrichten nur von Ortskundigen richtig interpretiert werden können.

Was könnte die Bahn verbessern?

Auch wenn die Bahn nicht auf ihrem Internetauftritt für ihren neuen Informationskanal wirbt, halte ich viel von der Idee einen derartigen oder ähnlichen Kanal zu Verbesserung der Kommunikation zum Kunden zu nutzen. Dabei könnte ich mir eine Webapplikation vorstellen, bei der man Strecken angeben kann, für die man Informationen beziehen möchte, am Besten in Form eines RSS-Feeds. Dann könnte man sich als Nutzer die passenden Feeds abonnieren und so besser auch kurzfristig seine Reiseaktivitäten den Umständen anpassen.

Könnten wir das auch?

Klar, wenn sich genügend Leute finden, die im Zug eh gerade nichts besseres zu tun haben als über ihre Verspätung zu twittern und noch der ein oder andere mit summize, yahoopipes oder gnip die Daten in passender Form aggregiert, dann wäre dies wohl auch ohne die Bahn zu realisieren.

Dennoch meine ich, dass die Bahn die Chance bekommen soll, selbst zu zeigen wie wichtig ihr die Kommunikation zum Kunden ist.

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10 Kommentare

  1. @presseschauer:

    @RegineHeidorn jo, ich folge/ mir folgt @DB_info? => #lesevonbaustelleninortenvondenenichnochnichtgehörthatte http://tinyurl.com/6kopnw

  2. Harald:

    Wir waren gelinde gesagt etwas überrascht, als uns jetzt jemand bei einer Veranstaltung diesen Tweet vorstellte und uns dafür sogar lobte.

    Wer immer das allerdings auch eingerichtet hat, wir waren es nicht ;-) Die “Verkehrsmeldungen” werden per RSS ausgespielt und ich nehme an – ohne es zu wissen – dass man daraus einen Twitterchannel generieren kann (Ist das so?)

    Der Mangel an darin enthaltenen “wertvollen” Informationen ist leider systemimmanent. Es dient lediglich der Information von Vekehrsfunk und örtlicher Presse.

    Die Idee Informationen zu Strecken oder Zügen zu twittern ist zwar schön, aber eher unwahrscheinlich. Da hält man sich etwas bedeckt. Mit mobile.bahn.de/ris kann man solche Informationen aber bereits heute abrufen.

    Gruß
    Harald Böttger
    DB AG Medienmanagement

  3. admin:

    Hallo Harald,

    ich freu mich einen Kommentar von der DB AG zu diesem Thema in meinem Blog haben zu dürfen. Die Vermutung, dass der RSS-Feed einfach an Twitter angeschlossen wurde, ist wohl richtig. Dennoch scheint darüber sowohl Unklarheit zu herrschen und ebenfalls Gesprächsbedarf zu bestehen:

    @butterflyx, @chriszim, @tspe, @luebue, @50hz

    Twitter ist zum monitoren für die Deutsche Bahn sicherlich interessant. So kann man bei Tweet Grid eine Matrix erstellen und zeitnah die Reaktionen der Bahnfahrer erfassen.

    Ebenfalls wäre es für die Bahn eine Möglichkeit mit Kunden in Kontakt zu treten und sich deren Probleme anzunehmen. Die Idee mit @DB_Info wurde ja schon positiv aufgenommen. Da kann man nur sagen: “Das ganze ist ausbaufähig!”

    Grüße


    Daniel

  4. @presseschauer:

    Harald Böttger vom DB AG Medienmanagement hat meinen artikel über die #deutschebahn und #twitter kommentiert – http://tinyurl.com/6kopnw

  5. Nicole Simon:

    Oder noch besser mit der Javaapplikation. ;) So sehr ich auch viele Gründe für Twitter finde, das ist einer derjenigen, in denen das bereits vorhandene Angebot [diversen Seiten und Tools] weit über das hinausgehen, was ein Twitter jemals liefern könnte.

  6. @twitttisch:

    RT @heikoditges die bahn twittert doch nicht selber ;( http://tinyurl.com/6kopnw

  7. Ralf Lippold:

    Einen Anfang gibt es immer und ausbaufähig sind gute Ideen immer (vor allem, wenn sie sich für Kunden und Dienstleister positiv auswirken)

  8. Markus Merz | Hamburg St. Georg:

    Aus dem was der Hr. Böttger da oben sagt lese ich, gelinde gesagt, ein sehr schwaches Markenmonitoring heraus. Ich halte es eigentlich für selbstverständlich, dass eine so große Marke wie die DB AG heutzutage jedes Medium rund um die Uhr auf Erwähnung beobachtet.

    Und auch deswegen begrüße ich getsatisfaction Initiative! Hätte die DB vernünftigen Support, dann wären sie längst bei einem solchen Werkzeug angekommen.

  9. Stephan:

    Inzwischen werden aktuell verspätete Züge getwittert: Unter http://twitter.com/dasBahnblog sind Informationen zu Zügen zu finden, die 15 Minuten Verspätung oder mehr haben.

  10. @DB_Info wird verstaatlicht « Journalistenschredder:

    [...] der Bloghype um @DB_Info (1/2/3/4/5/6/7/8/9/10/11) auch kaum mehr auszuhalten [...]

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