Graff2.0
Ist es nicht bezeichnend, dass sich etablierte Journalisten über das Kommentarniveau bei SPON mokieren und in der zwischen Zeit beim diffamierten Spiegelfechter deutlich konstruktiver und differenzierter diskutiert wird?
Wenn die Journalisten das Thema Blogs als irrelevant erachten, verstehe ich den Wind nicht, den sie darum machen. Aber wieso setzt sich der Deutsche Journalisten Verband mit Don Alfonso und so zusammen diskutiert darüber, wenn man schon angeblich nicht darüber spricht?
Und irgendwie den Beruf für die Qualität des Geschriebenen heranzuziehen, ist einfach die unterste Schublade. Das kommt kurz vor kritisierten Rechtschreibfehlern und trägt nichts zur inhaltlichen Diskussion bei. Man könnte eher noch den Spieß, um drehen und fragen, was sich manche Journalisten anmaßen über Themen zuschreiben von denen sie keine Ahnung (“Sogar die Presse war vorübergehend ratlos.”) haben. Aber gut die haben ja schließlich das Schreiben gelernt und müssen damit ihr Geld verdienen.
Mir sind ambitionierte Hobbyisten und Amateure allemal lieber als das, was die Massenmedien jeden Tag verbreiten. Auch wenn, dort ein Artikel als Einstieg dienen mag, sind mir die Meinungen und die Meinungsvielfalt der Blogsphäre hilfreicher, um mich umfassender zu informieren.
Man kann sich zum Schutz der Massenmedien ja gar keine Medienkompetenz bei der breiten Bevölkerung wünschen, da würden wohl noch Arbeitsplätze in einigen Verlagshäusern verloren gehen.
Es wird wahrscheinlich noch etwas brauchen bis SPON und andere erkennen, dass Rezeption Glückssache ist und sie nicht zu meinen Freunden gehören, denen ich vertrauen kann.
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