In jungen Jahren verliert Mathias Kneißl durch die Brutalität der Polizei seinen Vater, der sich schon als Wilderer einen Ruf gemacht hatte. Mathias und sein Bruder treten in die Fußstapfen ihres Vaters, um mit den gewilderten Tieren der Familie ein Auskommen zu verschaffen. Als die beiden Brüder später auch noch unter Verdacht geraten den Opferstock geplündert zu haben, ziehen sie den Argwohn der Gendarmen auf sich. In jugendlichem Alter werden sein Bruder und er zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt, doch nur Mathias kehrt lebend in die Arme der Mutter zurück.
Mathias versucht fortan ein ordentliches Leben zuführen, aber die guten Vorsätze werden durch seine Arbeitskollegen vorzeitig begraben. Er verliert seine Anstellung und schafft es auf Grund seines schlechten Leumunds nicht wieder Arbeit in der Heimat zu finden. Mathias träumt mit Matilda, einem Mädel das er wieder getroffen und lieben gelernt hat, von Amerika. Für die Reise brauchen die beiden Geld und Mathias sieht nur in der Wilderei eine Chance das nötige Geld zu beschaffen.
Lange Zeit narrte er die bayrische Polizei und erwarb sich dadurch die Solidarität der einfachen Landbevölkerung, die eine gewisse Abneigung gegen die Obrigkeit hegte. Als auch noch Prinzregent Luitpold von Bayern ein Kopfgeld aussetzt, nimmt Mathias‘ Schicksal seinen Lauf.
Ich hab schon lange keinen Film gesehen, der mich so gerührt hat wie Räuber Kneißl. Die Liebesgeschichte des unglücklichen Paares, gespielt von Brigitte Hobmeier und Maximilian Brückner, die ihre Hoffnung auf ein großes verheißungsvolles Land – Amerika – setzen, sich zusammen raufen und Pläne schmieden. Der Regisseur, Marcus H. Rosenmüller, schafft mit stimmungsvollen Bildern und romantischen Szenen, trotz der durch den Stoff geforderten Gewalt große Kino auch für Zartbesaitete.
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