Elektrosmog Einbildung oder Realtät?
Der Bildschirmarbeiter David Harnasch greift ein, meines Erachtens noch nicht ausreichend erforschtes, Thema auf. Zwar habe ich ebenfalls ein Handy und nutze WLAN, doch muss man mal festhalten, daß es sich bei der aktuellen Verbreitung von Handys und WLANs um einen grossen Massenversuch handelt, dessen Ausgang noch ungewiß ist. So eindeutig sind die bisherigen Ergebnisse nicht und das Thema wird in der Fachwelt weiterhin kontrovers diskutiert (hier, hier und hier). Sicher mag es einige Leute geben, die sich mehr einbilden als ihnen lieb ist und dann akut schlimme Symptome haben, die nicht zwangsläufig allein vom Elektrosmog stammen können.
Beim Rauchen war auch über Jahrzehnte die gesundheitsgefährende Wirkung nicht wissenschaftlich belegt, doch konnte man sich der hier offensichtlichen Belastung leichter entziehen. Dem gegenüber ist es in der moderen Welt so gut wie unmöglich sich der Strahlung zu entziehen, wobei eben die wirklichen Risiken noch nicht ausreichend wissenschaftlich erforscht sind.
Das ist auch noch irgendwie interessant.
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Samstag, 9. Februar 2008 um 10:15
Einspruch. Händies retten Leben, jeden Tag hundertfach, unbestreitbar. Frage einen Notfallmediziner, Feuerwehrmann oder Polizisten. Selbst wenn sie minimal karzinogen wären – was sie nach aktuellem, gründlich erforschtem Wissensstand nicht sind – wäre die Gesamtbilanz positiv. Der Vergleich mit Zigaretten ist also Bullshit, denn die sind ein Suchtmittel ohne irgendeine positive Wirkung für Leib und Leben. (Allerdings ein extrem stylishes, muss ich zugeben.) Ist jemals etwas “ausreichend wissenschaftlich erforscht”? Gewiss nicht, wenn wir die Forscher fragen, die auch ihre Miete bezahlen müssen. Auch meiner Meinung nach kann man gar nicht genug forschen, an Wissenschaft zu sparen wäre Irrsinn. Dennoch fürchte ich, dass man eine Massenpsychose eher verschlimmert, wenn man sie zu ernst nimmt. Dass Nokia sich darauf einstellt, auch daran noch zu verdienen, bestärkt mich in meinem Entschluss, Nokiaaktien zu kaufen.