Zugangserschwernis zu kirchlichen Einrichtungen
Sehr geehrter Herr Tangermann,
wie gestern mit Ihnen telefonisch besprochen, ĂĽbersende ich Ihnen nun ein paar Fragen bezĂĽglich Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen.
Eine Argumentation die man im Zusammenhang mit den geforderten Internetsperren immer wieder hört ist in etwa diese:
„Wenn nur ein Kind durch die Sperren vor Missbrauch geschützt wird, haben sich die Sperren schon gelohnt.“
In der katholischen Kirche gab es immer wieder Fälle von Kindesmissbrauch, dazu ist gerade ein 2.600 Seiten-Report aus Irland veröffentlicht worden. In anderen Ländern, unter anderem in Deutschland, kam es allerdings ebenfalls immer wieder zu solchen Vorfällen. Seitens der katholischen Kirche wurde versucht, solche Vorfälle zu vertuschen, indem man Bischöfe zum Stillschweigen verpflichtete und ihnen mit Exkommunikation drohte.
„Zehntausende Kinder in Irland sind sexuell, körperlich und emotional missbraucht worden – von Nonnen, Pfarrern (d.h: von katholischen “Priestern”) und anderem Personal der (katholischen) Kirche. Und das ĂĽber Jahrzehnte hinweg. Jeweils in Internaten, Schulen und Wohnheimen, die in erster Linie fĂĽr die Kinder der Armen, fĂĽr die Verwundbaren und UnerwĂĽnschten hätten Sorge tragen sollen.“ Telepolis
Warum bleibt die Ministerin hier untätig? Müsste Sie nicht Stoppschilder vor kirchliche Einrichtungen fordern, um ein Zeichen gegen die massenhafte Vergewaltigung zu setzen. Welche Zugangserschwernis plant Frau von der Leyen hier?
Wenn nur ein Kind durch die Zugangserschwernis zu kirchlichen Einrichtungen vor Missbrauch geschĂĽtzt wird, ist die MaĂźnahme als Erfolg zu werten!
Im Übrigen möchte ich Sie darauf hinweisen, dass mittlerweile angenommen wird, Ursula von der Leyen habe gelogen. Die Antworten auf die kleine Anfrage
der FDP-Fraktion waren hierbei recht aufschlussreich.
Bitte beachten Sie, dass dieser Text in meinem Blog www.presseschauer.de veröffentlicht wurde und ich mir vorbehalte Ihre Antwort ebenfalls zu veröffentlichen. Sollten Sie damit nicht einverstanden sein, bitte ich Sie dem ausdrücklich zu widersprechen.
Mit freundlichen GrĂĽĂźen
–
Daniel Schultz
[update 24.06.2009] sehr lesenswert: “Tausende Priester sind Kinderschänder”
by stefanweihs
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Freitag, 12. Juni 2009 um 18:04
Fast wäre mir das Lachen wg. Ernsthafigkeit des Themas im Hals hängengeblieben. Fast
Denn im Grunde lieĂźe sich die Logik wirklich ĂĽbertragen.
Freitag, 12. Juni 2009 um 20:59
liest @presseschauer ´s "Zugangserschwernis zu kirchlichen Einrichtungen" http://tinyurl.com/le94oq
Samstag, 13. Juni 2009 um 19:01
s/Exkommunikation/Exkommunion
klaro hat die kirche hier Fehler gemacht,
Samstag, 13. Juni 2009 um 19:20
@morten_gulbrandsen
obwoh ich die anweisung verstehe, weigere ich mich Exkommunikation zu ersetzen
Sonntag, 14. Juni 2009 um 19:09
[...] der Presseschauer.de: Zugangserschwernis zu kirchlichen Einrichtungen [...]
Montag, 22. Juni 2009 um 23:19
Bin mal auf Christians antwort gespannt…. der hat sicherlich derzeit keinen leichten Job, der arme
Donnerstag, 25. Juni 2009 um 00:55
Ich habe bereits vor einem Monat die verirrten Iren gewürdigt. Eine deutliche Zugangssperre habe ich allerdings nicht gefordert. Aber ein bis zwei Gedanken ist das schön wert.
http://dieerklaerung.wordpress.com/2009/05/21/himmelfahrt-hochfest-der-scheinheiligen/
Dienstag, 21. Juli 2009 um 20:14
[...] 6 Wochen – wollte ich von Ursula von der Leyens personlichem Referrenten wissen, wie man zu einer Zugangserschwernis zu kirchlichen Einrichtungen steht. Ich hatte schon fast vergessen, dass ich eine Antwort erwarte, da ich irgendwie den Vorgang [...]