Kulturproduktion: „davon leben können“ vs. Profitorientierung

Apr 07 2012 Published by under medienkritik, meine realität, Rechteverwerter

Angeblich haben Künstler ein durchschnittliches Einkommen von 13.689 Euro pro Jahr, angeblich bekommen Musiker 5% von den Erlösen aus dem Tonträgerverkauf und angeblich verschafft eben das Urheberrecht kreativ Tätigen die Freiheit zur Gestaltung. Um ehrlich zu sein: ich halte von dem Konzept der staatlich gewährten Monopolrechte – nicht nur bei Urhebern – recht wenig. Meines Erachtens werden sie dem eigenen Anspruch nicht gerecht, nutzen sie den Rechteverwertern doch unverhältnismäßig viel mehr als den Urhebern. Daher halte ich es für nicht verwunderlich, dass bei der handelsschmierplatten Lobbykampagne, die manch einer mit Journalismus verwechseln mag, nicht wenige in den Vordergrund treten, die von der Kreativität anderer profitieren. Man mag einräumen, die zu Wort kommenden Manager ermöglichen erst Kulturproduktion. Aber muss das so?

Kunst und Kultur entsteht mit und ohne Urheberrecht. Ob sich dabei das Urheberrecht positiv auf die Vielfalt und die Verfügbarkeit des Angebots auswirkt, ist zumindest umstritten. Allerdings befinden sich heute viel mehr Menschen in der Lage an einer Kulturproduktion mitzuwirken als vor der Alphabetisierung, als vor der Einführung der Schulpflicht und als vor der Durchdringung der Gesellschaft mit dem, was man gemeinhin als Internet bezeichnet. Einem nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung ist es nun möglich, sich kreativ zu betätigen und andere daran teilhaben zu lassen. Und eben dieses „andere daran teilhaben lassen“ steht mit einem „davon leben können“ in Konflikt. Wenn Amateure in ihrer Freizeit das Wissen der Wikipedia zusammentragen und „andere daran teilhaben lassen“, dann wird es schwierig bis unmöglich ein etwa zweijahrhundertealtes Geschäftsmodell aufrecht zu erhalten. Muss man sich dagegen wehren?

Aus Sicht eines Autors oder eines Verleger für Lexika, der zuhause Kinder zu ernähren hat – vielleicht. Doch gesellschaftlich betrachtet, ist die allgemeine Verfügbarkeit von Wissen wohl eher als Gewinn zu verbuchen. Ja, die Wikipedia hat Arbeitsplätze vernichtet – genau wie die Alphabetisierung die Arbeitsplätze der öffentlichen Schreiber vernichtet. Natürlich kann man den Gesetzgeber beknien, wenn einem das eigene Geschäftsmodell unterm Hintern weggezogen wird. Aber vielleicht sollte man sich besser auf den Hosenboden setzten, seine Innovationsfeindlichkeit ablegen und nach neuen Chancen Ausschau halten. Der Erhalt des Geschäftsmodells des Pony-Express zu Lasten neuer Kommunikationswege wäre jedenfalls gesellschaftlich kein Gewinn.

Wenn ich mir die Chancen ansehe, die sich mit dem Internet für kreativ Tätige auftun, kann ich die Angst der Rechteverwerter, die gerade zum Angriff auf das Internet blasen, durch aus nachvollziehen. Dabei frage ich mich auch, warum die Künstler das Märchen, sie wären es, die vom Urheberrecht profitieren, glauben und sich regelmäßig zum Wohle anderer vor den Karren spannen lassen?

Ein Blick in die Vergangenheit

Kultur ist identitätsstiftend. Wer früher seinen Reichtum zur Schaustellen wollte, verdingte sich gern als gönnerhafter Mäzen. Nicht ganz uneigennützig, da die Maler und Musiker zur Selbstdarstellung des Mäzen beitrugen. Bei seinem Gönner in Ungnade zufallen, bedeutete nicht selten den finanziellen Ruin und daher war der Einfluss der Mäzene auf die Werke nicht unerheblich.

Mit dem Aufkommen der Industrialisierung ging die Industrialisierung der Kulturproduktion hin zur Kulturindustrie einher. Dabei wurde Kultur zum Investitionsobjekt und das Urheberrecht aus Sicht der Verwerter unabdingbar, zumindest die verwertungsrechtlichen Aspekte dessen. Für den Mäzen war es noch unerheblich, ob die Investition sich rentieren könnte, da Kulturproduktion für ihn nicht mit einem Geschäftsmodell verbunden war. Andererseits ist für die Gewinnmaximierung eine möglichst hohe Massenkompatibilität der Kulturproduktion erstrebenswert, worunter die Vielfalt leidet. Die Individualisierung der Gesellschaft, die der Massenkompatibilität entgegensteht, stellt dabei eine Tendenz dar, der in der Herabsetzung der nötigen verkauften Exemplare für Goldene Schallplatten Rechnung getragen wurde (Ach nein, die wurden ja nur heruntergesetzt, weil jetzt alle kostenlos aus dem Netz saugen und keiner mehr Musik kauft).

Kultur ist immer noch identitätsstiftend – auch in Zeiten des Internetz. Da weder Sven Regner mit seinem Gepammpe noch Sven Prange mit seinem willfährigen Text im Handelsschmierplatt, der seine maximale Distanz zu Journalismus und Verständnis von Wirtschaft belegt, Lösungsansätze liefern, möchte ich hier ein paar Ideen zur Diskussion stellen.

1. Kulturproduktion wird über ein bedingungsloses Grundeinkommen erleichtert

Da Jörg Blumtritt diesen Punkt schon weiterausgeführt hat, möchte ich an dieser Stelle auf seinen Artikel dazu verweisen.

2. Unternehmen investieren in Kulturproduktion

Nun erinnere ich mich an eine Sonderedition des dritten VW Golf die im Rahmen der Rolling Stones Welttournee vermarktete wurde. Dabei stelle ich mir mal eben vor, wie viel die Marketingabteilung eines Unternehmens vom Urheberrecht hält, die angestellte Werkskünstler beschäftigt. Das Unternehmen dürft an der Verbreitung von Kopien sehr interessiert sein, da potentielle Konsumenten mit Werken, die mit dem Unternehmen assoziiert werden, leichter in Kontakt kommen. Was sollte ein Unternehmen davon abhalten selbst in Teilen zu einem Medienunternehmen zu werden, wie etwa Red Bull?

3. Demokratisierung des Mäzenatentums

Diese ist schon im vollen Gange und sie birgt gegenüber dem klassischen Mäzen und der Kulturindustrie Vorteile für den Urheber, die auch ohne ein so unzulängliches Konstrukt wie das Urheberrecht funktionieren. Die Investition erfolgt nicht wie bei der Kulturindustrie unter dem Gesichtspunkt eines erwarteten Profits, sondern eher wie beim klassischen Mäzen aus identitätsstiftenden Erwägungen. Die Abhängigkeit und der Einfluss von einzelnen Mäzenen wird hierbei abgeschwächt und dennoch kann sich ein Gönner, wie auch ich, damit profilieren. Da die Profitorientierung in den Hintergrund gedrängt wird, kommt ein deutlich größerer Teil des Geldes beim kreativ Tätigen an. Für den Gebenden kann dies ein zusätzlicher Anreiz sein Geld zu geben, weil er als Fan ja möchte, dass das Geld beim Künstler ankommt und nicht irgendwo anders. Medici is the Crowd ist noch ein sehr schöner Artikel zu diesem Thema.

Fazit

Unabhängig davon, wie sich das Urheberrecht weiterentwickeln wird, gibt es heute schon eine Vielzahl von Kulturproduzenten, denen das Urheberrecht das herzlich egal ist. Ja, sie sind aus selbst Urheber, sie geben und freuen sich, wenn ihr Output wieder als Input fungiert, noch bevor eine Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Autors abläuft. Sie sind gar entzückt über die Rekombination und Transformation ihrer Werke. Ihnen sind die Geschäftsmodelle egal und sie liefern dennoch Grundlagen für so etwas.

Übrigens ist das knappe Gut, das Künstler tatsächlich veräußern können, ihre Lebenszeit. Wenn ein Künstler nicht in der Lage ist, diese zu monetisieren, dann empfehle ich ihm, falls er „Davon leben können“ muss, einen anderen Beruf zu ergreifen. Ob ihm ansonsten das Urheberrecht helfen würde, bezweifle ich allerding sehr. Im Gegenteil: würde das Urheberrecht halbwegs funktionieren würden nicht die Verwerter den Löwenanteil erhalten, sondern die Urheber.

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Das Problem der Waisen

Nov 03 2009 Published by under politikerverdrossenheit, Rechteverwerter

Bisher geht es „nur“ um Bücher, aber eine Änderung Urheberrechtswahrnehmungsgesetz könnte weitreichende Folgen auf andere Bereiche haben, in denen es das Konzept des Urhebers gibt. Im Zuge der massenhaften Digitalisierung von Büchern, durch Google, ist ein Problem zu Tage getreten, dass man nun juristisch in Griff zu bekommen möchte. Konkret geht es um sogenannte verwaiste Werke, Werke deren Urheber nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand auszumachen sind und aller Wahrscheinlichkeit nach noch nicht mehr als 70 Jahre verstorben sind. Neben Google haben vor allem Bibliotheken, Museen und Archive ein Interesse an der Digitalisierung solcher Werke. Es gibt ein ehrgeiziges Projekt, das von der EU-Kommission gefördert wird und unter dem Name Europeana das kulturelle Erbe Europas auch in digitaler Form zusammenführt.

Allein das Problem der Waisen will geklärt werden.

Der Vorschlag der Deutschen Literaturkonferenz (nach eigenem Bekunden DIE „gemeinsame Stimme der am literarischen Leben in Deutschland maßgeblich beteiligten Verbände und Organisationen“) zur Gesetzesänderung am UrhWG §13d liest sich wie folgt:

„(1) Hat eine sorgfältige Suche ergeben, dass bei geschützten Werken der Rechteinhaber nicht feststellbar ist, so gilt die Verwertungsgesellschaft, die Rechte an Werken dieser Art wahrnimmt, als berechtigt, Nutzungsrechte für die elektronische Vervielfältigung und öffentliche Zugänglichmachung einzuräumen. Für die Nutzung ist eine angemessene Vergütung zu zahlen. Die Verwertungsgesellschaft hat den Nutzer von Vergütungsansprüchen des Rechteinhabers freizustellen.“

„(2) Wird der Rechteinhaber bekannt, so hat er im Verhältnis zu der Verwertungsgesellschaft die gleichen Rechte und Pflichten, wie wenn er ihr seine Rechte zur Wahrnehmung übertragen hätte. Die Berechtigung der Verwertungsgesellschaft entfällt mit Wirkung für die Zukunft, wenn der Rechteinhaber ihr gegenüber schriftlich erklärt, seine Rechte selbst auszuüben.“ Vorschlag der Deutschen Literaturkonferenz

Soll jetzt die VG-Bild-Kunst die Nutzungs- und Verbreitungsrechte für Lolcats verwalten?

Lolcats sind vielleicht deshalb ein interessantes Beispiel, weil sie aus einer Ecke des Internets stammen, in der man sich nicht sonderlich um fremde wie eigene Urheberrechte kümmert. Dort zählen Verbreitung und Weiterentwicklung des Gedanken mehr als das aus Urheberrecht resultierende finanzielle Wohl des Einzelnen. Hört sich sozialistisch an, aber wenn es nach der Vorstellung der VG-Wort geht, sollen die Erlöse aus verwaisten Werken, sofern der tatsächliche Urheber sich nicht noch meldet, unter Verlagen und Autoren verteilt werden. Also eine sozialistische Enteignung zum Wohle der Kreativwirtschaft.

Was ist mit verstorbenen Bloggern, Podcastern oder Nutzern von Fotoplattformen, die sich nicht um ihren digitalen Nachlass gekümmert haben und deren Werke etwa unter eine Creative Commons Lizenz gestehen?

Man muss nicht unbedingt sterben, um seine Werke verwaisen zu lassen und das Problem existiert dennoch!

Viele Netzbewohner entscheidend sich gerade aus ideologischer Überzeugung heraus für die Verwendung von freien Lizenzen für die von ihnen produzierten Inhalte. Man möchte Werte für die Gesellschaft schaffen. Oder warum arbeiten so viele Menschen an Projekten wie Wikipedia und OpenStreetMap?

Sicher Anerkennung durch andere mag auch ein Antrieb sein sich in der Form zu engagieren. Mag auch sein, dass viele eben nicht damit ihr Geld verdienen und somit keine finanziellen Einbussen haben, sollte tatsächlich jemand ihre Urheberrechte verletzten. Urheberrecht sollte einen Ausgleich schaffen zwischen Urhebern, Verwertern und Konsumenten, doch scheint ein Lobbyismus die Politik zu umgaren, der wenigstens eine genannte Gruppe benachteiligen möchte. Doch diese Gruppe stellt immerhin den größten Teil der Gesellschaft dar und begnügt sich nicht damit, sich in der Rolle als Konsument zu gefallen. Es wird Zeit, dass die Politik dem endlich Rechnung trägt.

Getoppt wird diese Vorstellung nur noch von der französischen Vereinigung aus dem Bereich Plastiken und Fotographien, die anlässlich eines öffentlichen Hearings der EU-Kommission über „Orphan Works“ von Mathias Schindler folgendermaßen zusammengefasst wurde:

„Die Verfügbarkeit günstiger Digitalisate, ob nun Public Domain, Orphan Work (oder gar frei lizenziertes Werk?) sorge dafür, dass hart arbeitende Künstler nicht mehr so viel Geld für ihre Werke verlangen könnten, wie diese dafür verdienten (deserve, nicht earn). Man müsse darum alles dafür tun, damit es möglichst wenig Alternativen zu urheberrechtlich geschützten teuren Werken gäbe.“ Mathias Schindler

Ob die Franzosen nach der Einführung von HADOPI2 als nächste die Abschaffung von Gemeinfreiheit und ein Verbot von Creative Commons Lizenzen fordern, bleibt offen.

verwertung

by Hannibal Poenaru

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Rechtsupweger Appell – Vorsicht Satire!

<Satire>

Die Gesellschaft hat lange genug weggesehen, wie in Ministerien, Abgeordnetenbüros und sogar im Deutschen Bundestag die Werke rechtschaffener Journalisten illegal vervielfältigt und verbreitet werden. Damit muss endlich Schluss sein!

Der Qualitätsjournalismus darf nicht länger von potentiellen Printerkriminellen mit Onlinemigrationshintergrund missbraucht werden. Journalisten und Verlage müssen auch von diesen Damen und Herrn angemessen entlohnt werden. Raubdruckerei ist kein Kavaliersdelikt!

Hierbei handelt es sich leicht ersichtlicherweise um die von der politischen Kaste gewollte Verhinderung eines Milliardenmarkts und Leistungserschleichung. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen können Journalisten und Verlage diese Form der Enteignung nicht weiter hinnehmen.

Es kann nicht sein, dass politische Agitatoren sich für die Musik- und Filmindustrie und die Durchsetzung und Verschärfung der Gesetzte einsetzen, aber gleichzeitig dieselben Gesetze in einem anderen Bereich mutwillig missachten. Derartige Zustände sind in einer fortschrittlichen Urhebernation wie Deutschland unduldbar. Warum wird in Deutschland wieder erst dann etwas unternommen, wenn in anderen Ländern solche Vergehen erfolgreich von der Gesellschaft geahndet werden? In Deutschland muss man hier mit gutem Beispiel vorangehen und ein symbolisches Zeichen gegen Printerkriminelle setzen, um sie zu ächten!

Qualitätsjournalisten und Verlage dürfen sich von ihrem Weg nicht abbringen lassen und müssen Maßnahmen zur Wahrung ihrer Rechte ersinnen. Praktikanten bei Abgeordneten, in Ministerien und im Deutschen Bundestag sollten die Missetäter entlarven und für ihre Rechtstreue von der Gesellschaft belohnt werden.

Hersteller von Druckern sollten mit den Verlagen Verträge schließen. Die Druckerhersteller sollten dazu verpflichtet werden, ihre Drucker so zu bauen, dass jeglicher unrechte Ausdruck via Internet an die Verlage gemeldet wird. Das BKA sollte nach Ermessen der Verlage einschreiten und weitere Rechtsbrüche präventiv verhindern. Schließlich geht es um die Innere Sicherheit!

Drucker sind kein papierfreier Raum! Offensichtlich handelt sich bei den herrschenden Zuständen um ein Komplott von Papierindustrie und Politikern gegen die geistige Elite. Daher sollten alle Journalisten nicht mehr über die Papierindustrie und/oder Politiker berichten, bis diese endlich die Rechte an erkennen!

Printerkriminelle Raubdrucker sind natürlich Verbrecher!

</Satire>

by just.Luc

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Wie steht’s um die Freiheit Herr Abgeordneter?

Sehr geehrter Herr Weber,

Am 2. September soll über das Telekommunikations-Gesetzespaket abgestimmt werden, daraus ergibt sich eine Gefahr für die freiheitliche demokratische Grundordnung, wenn den Wünschen der US-amerikanischen und französischen Medienindustrie entsprochen werden soll. Die Gesetze erlauben weitreichende Eingriffe in die Privatsphäre und schränken die Meinungsfreiheit der Bürger ein.

“Die Politiker, die sich an diesen Sommermanövern beteiligen, zeigen ihre Missachtung für Europa und ihr Mandat. Sie vertrauen darauf, dass eine Woche vor der Sommerpause schon niemand hinschauen wird, wenn sie das Telekommunikations-Gesetzespaket von seinem ursprünglichen Ziel Konsumentenschutz abbringen. Sie pflastern den Weg für Überwachung und Filterung des Internets durch Privatfirmen, Sondergerichte und technische Maßnahmen Orwellscher Ausmaße. Es ist sowohl für die Freiheit als auch für die wirtschaftliche Entwicklung Europas unvorstellbar. Wir rufen alle MdEPs dazu auf, weiterhin gegen diese Sachen vorzugehen, die sie bereits abgelehnt haben”, sagt Markus Beckedahl, Blogger auf netzpolitik.org.

Wie ist Ihre Position zu diesem heiklen Thema?

Die Frage wurde auf abgeordnetenwatch.de gestellt. und befindet sich derzeit noch in Bearbeitung [update 15:10]

Pressereaktionen:

EU-Pläne bedrohen das freie Internet
EU schafft die Netzneutralität ab
Europaweite Kampagne gegen Überwachungspläne im EU-Telecom-Paket

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Share it’s Fair

Jan 25 2008 Published by under politikerverdrossenheit, Rechteverwerter

Die Grünen in Schweden übernehmen anscheinend schon die ersten Punkte aus dem Wahlprogramm der Piraten Partei und starten eine Kampagnie gegen die Rechteverwerter. Demnach ist das Kopieren von Inhalten nicht mit Diebstahl oder gar Raub gleich zusetzen.

Im Übrigen glaube ich, daß die Piraten, ebenso wie die Grünen und jede andere Partei nicht für eine Regierung geeignet sind. Denn mit zunehmender Macht werden die Menschen korrumpiert und sie lassen sich leichter vor den Karren irgendwelcher Lobbyisten spannen. Meines Erachtens war die größte politische Leistung der Grünen nicht Regierungspartei zu werden, sondern “Grüne Themen” in den Wahlprogrammen der anderen Parteien zu etablieren.

Paulo Coelho geht einen anderen Weg und der Erfolg gibt ihm Recht. Nun mag es noch an einer Abneigung, Bücher auf einem Bildschirm zu lesen, liegen, die die Leute in großen Stückzahlen seine Bücher kaufen läßt, doch könnte sich auch bei ihm einiges änderen sobald sich solche Geräte durchgesetzt haben.

Jetzt aber noch der in der “jetzt” gefunden Clip:

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